Vier Inseln liegen vor der Südbretagne, und unterschiedlicher könnten sie kaum sein: eine mit Zitadelle, Inselbus und Autofähre, eine mit 40 Kilometern Radweg, und zwei, auf denen kein einziges Auto fährt. Welche zu deinem Urlaub passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Betrieb du haben willst.

Die vier Inseln im Überblick

17 × 9 km · 5.000 Einwohner

Belle-Île-en-Mer

Die größte der vier, rund 86 km² groß. Über dem Fährhafen Le Palais thront die Vauban-Zitadelle, im Norden liegt der Fischerhafen Sauzon, im Westen die wilde Côte Sauvage mit den Aiguilles de Port-Coton – Monet hat die Felsnadeln 1886 in 39 Gemälden festgehalten. Autos dürfen mit, brauchen aber eine Reservierung und kosten 193 bis 477 € hin und zurück.

8 × 3 km · 2.360 Einwohner

Île de Groix

Auf dem Kirchturm dreht sich ein Thunfisch statt eines Hahns – Groix lebte bis in die 1940er-Jahre vom Thunfischfang. Über 40 Kilometer Radwege ziehen sich über die Insel, im Gestein stecken seltene rote Granate, und Les Grands Sables gilt als einziger konvexer Strand Europas. Deutlich weniger Besucher als Belle-Île.

5 km lang · autofrei

Île d'Houat

Fünf Kilometer lang, 1,3 Kilometer breit, rund 250 Einwohner – und kein einziges Auto. Der Küstenpfad führt in 14 Kilometern einmal rundherum, für die Runde brauchst du 3,5 bis 4 Stunden. Im Süden liegt Tréac'h er Gourèd: weißer Sand, türkises Wasser, keine Strandbar, kein Kiosk. Verpflegung bringst du selbst mit.

2,5 × 1 km · autofrei

Île d'Hoëdic

Die Kleinste: 2,5 mal 1 Kilometer, rund 100 Einwohner, autofrei. Kein Supermarkt, kein Geldautomat, ein saisonales Café-Restaurant und ein winziger Laden. Dafür acht Kilometer Küstenpfade in zwei Stunden, rastende Zugvögel im Frühling und Herbst und Nächte fast ohne Straßenlicht.

Die Inseln der Nordküste

Auch der Norden der Bretagne hat seine Inseln – kleiner, schneller erreicht und jede mit eigenem Kopf:

Welche Insel passt zu dir?

Wer viel sehen und abends noch essen gehen will, fährt nach Belle-Île. Wer radeln will, nach Groix. Wer Ruhe sucht, nach Houat oder Hoëdic. Wenn du zwischen zweien schwankst, hilft dir der Inselvergleich mit Tabelle und ehrlicher Empfehlung weiter – dort stehen die vier direkt nebeneinander.

Tipp

Houat und Hoëdic lassen sich an einem Tag kombinieren. Die Fähre fährt oft die Route Quiberon → Houat → Hoëdic → Quiberon. Morgens auf Houat wandern, nachmittags auf Hoëdic aufs Meer schauen – das passt zeitlich, wenn du die Abfahrten geschickt wählst.

Von wo geht's los?

Drei der vier Inseln erreichst du ab Port Maria in Quiberon, ganz an der Spitze der Halbinsel. Nach Groix legen die Fähren dagegen in Lorient ab. Parken, Anfahrt und Check-in stehen auf den jeweiligen Hafenseiten – oder gesammelt in der Hafen-Übersicht.

Bonne route – und lass dir auf der Insel Zeit.

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