Die Île de Batz liegt direkt vor Roscoff in der Nordbretagne. Die Personenfähre (Vedettes de l'Île de Batz) braucht 15 Minuten und fährt ganzjährig – im Sommer etwa alle 30 Minuten, Hin- und Rückfahrt ab circa 9 Euro. Die Insel ist rund 3,5 Kilometer lang, praktisch autofrei und für den exotischen Jardin Georges Delaselle und ihren Leuchtturm bekannt.

Batz ist die Insel für den spontanen Entschluss. Du stehst am Hafen von Roscoff, siehst das grüne Ufer gegenüber, und eine Viertelstunde später bist du drüben – zwischen Gemüsefeldern, weißen Buchten und Traktoren, die hier die Autos ersetzen. Keine große Planung, kein Buchungsstress. Einfach rüber.

Île de Batz auf einen Blick

  • Fähre: ab Roscoff, 15 Min., ganzjährig
  • Takt: Sommer ca. alle 30 Min., sonst ca. alle 2 Std.
  • Preis: Hin & zurück ab ca. 9 €
  • Größe: ca. 3,5 km lang
  • Einwohner: rund 450
  • Vor Ort: zu Fuß oder mit dem Leihrad – Autos bleiben am Festland

Die Überfahrt ab Roscoff

Die Vedettes de l'Île de Batz pendeln ganzjährig zwischen Roscoff und der Insel. Im Sommer musst du kaum auf den Fahrplan schauen – etwa alle 30 Minuten legt ein Boot ab. Im Winter sind es noch etwa alle zwei Stunden. Tickets kaufst du am Hafen, reservieren musst du als Fußgänger nicht.

Das eigentliche Erlebnis beginnt schon vor dem Boot: Roscoff hat einen der größten Tidenhübe Europas. Bei Niedrigwasser legt die Fähre nicht am Kai ab, sondern am Ende der Estacade – eines gut 500 Meter langen Betonstegs, der weit ins Watt hinausragt. Der Gang über den Steg, links und rechts Sand und Algen, wo vor sechs Stunden noch Meer war, ist die beste Einstimmung auf die Insel.

Mein Tipp

Plane die Rückfahrt nicht auf die letzte Minute. Am späten Nachmittag wollen alle Tagesgäste gleichzeitig zurück, und die Schlange am Anleger wird lang. Nimm das Boot eine Runde früher und trink den letzten Cidre lieber in Roscoff.

Was dich auf Batz erwartet

Die Insel lebt vom Gemüse – das milde Klima lässt hier Frühkartoffeln und sogar Palmen wachsen. Eindrucksvollster Beweis ist der Jardin Georges Delaselle an der Ostspitze: ein exotischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt, angelegt Ende des 19. Jahrhunderts von einem Pariser Versicherungsangestellten, der hier sein Paradies baute. Im Westen antwortet der Leuchtturm – wer die Stufen hochsteigt, sieht die ganze Insel, das Türkis der Buchten und drüben Roscoff.

Dazwischen: der Küstenrundweg. Rund drei bis vier Stunden zu Fuß, deutlich schneller mit dem Leihrad vom Hafen. Weiße Sandbuchten im Norden, der kleine Ortskern mit Crêperie und Épicerie am Südufer – und überall dieses Gefühl, dass die Insel dich nichts beweisen muss. Bon, mehr braucht ein Tag nicht.

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