Vor der Südküste der Bretagne liegen vier Inseln im Atlantik. Jede hat ihren eigenen Charakter. Die eine ist groß und lebhaft, die andere so klein, dass du sie in einer Stunde umrunden kannst. Hier findest du die richtige.
Der Vergleich auf einen Blick
| Belle-Île | Groix | Houat | Hoëdic | |
|---|---|---|---|---|
| Größe | 15 × 5 km | 8 × 3 km | 5 × 1,3 km | 2,5 × 1 km |
| Fähre ab | Quiberon | Lorient | Quiberon | Quiberon |
| Fahrzeit | 50 Min. | 45 Min. | 40 Min. | 1h 15 Min. |
| Preis Hin/Rück | ab 40 € | ab 22 € | ab 30 € | ab 46 € |
| Autos | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Charakter | Vielseitig | Unterschätzt | Ruhig | Wild |
| Am besten für | Erstbesucher, Familien | Radfahrer, Entdecker | Strandliebhaber | Ruhesucher |
Belle-Île-en-Mer: Die Vielseitige
Belle-Île ist die größte der vier Inseln und die bekannteste. 15 Kilometer lang, mit einer wilden Westküste (Côte Sauvage), geschützten Stränden im Osten, vier kleinen Orten und genug Restaurants, um eine Woche lang jeden Abend woanders zu essen.
Die Zitadelle von Vauban in Le Palais, die Felsnadeln von Port-Coton, die Plage de Donnant – Belle-Île hat Orte, die du von Postkarten kennst. Hier hat Monet gemalt. Hier riecht es nach Ginster und Salz und frisch gebackenen Galettes.
Erstbesucher. Familien. Leute, die es abwechslungsreich mögen. Belle-Île hat von allem etwas: Wandern, Strände, Kultur, Essen. Wer nur eine Insel sieht, sollte diese sehen.
Île de Groix: Die Unterschätzte
Groix liegt vor Lorient und bekommt weniger Aufmerksamkeit als Belle-Île. Das ist ihr größter Vorteil. Die Insel ist 8 Kilometer lang, hat gute Radwege und einen der wenigen konvexen Strände Europas (Plage des Grands Sables).
Groix war früher eine Thunfisch-Insel. Auf dem Kirchturm in Port-Tudy steht statt einem Hahn ein Thunfisch als Wetterfahne. Die Insel hat Charme, ohne sich dafür anstrengen zu müssen. Weniger touristisch, mehr en famille.
Radfahrer. Leute, die Belle-Île schon kennen und etwas Neues suchen. Wer gern an Orten ist, die nicht in jedem Reiseführer stehen.
Houat: Die Autofreie
Houat ist fünf Kilometer lang und autofrei. Du gehst von der Fähre und stehst in einer anderen Welt. Ein kleines Dorf, ein paar Pfade, und Strände, die aussehen wie Karibik – nur dass das Wasser kälter ist und die Möwen lauter.
Die Plage de Treac'h er Goured ist einer der schönsten Strände der ganzen Bretagne. Feiner Sand, türkises Wasser, kaum Menschen. Im Sommer etwas voller, aber nie überlaufen. Auf Houat gibt es ein Restaurant, einen kleinen Laden und Ruhe.
Strandliebhaber. Paare. Alle, die einen Tag lang die Uhr vergessen wollen. Houat ist die Insel für Leute, die nicht viel brauchen außer Sand und Meer.
Hoëdic: Die Wilde
Hoëdic ist die kleinste der vier Inseln. Zweieinhalb Kilometer lang, ein Dorf, eine Handvoll Einwohner. Hier gibt es fast nichts – und genau das ist der Punkt. Kein Auto, kein Lärm, kein Souvenirladen. Nur Wind, Granit und Meer.
Die Wanderpfade entlang der Küste sind rau und schön. Du bist hier oft allein unterwegs. Im Hochsommer kommen ein paar Tagesausflügler, aber Hoëdic bleibt die Insel, auf die sich nur die verirren, die es wirklich wollen.
Ruhesucher. Wanderer. Leute, die Inseln mögen, auf denen man sich noch verlaufen kann. Hoëdic ist nichts für Komfortbedürftige – aber alles für die, die das Rohe mögen.
Die ehrliche Empfehlung
Wenn du zum ersten Mal in der Bretagne bist: Nimm Belle-Île. Wenn du Belle-Île schon kennst: Fahr nach Groix. Wenn du den schönsten Strand willst: Houat. Wenn du das Gegenteil von Massentourismus suchst: Hoëdic.
Oder mach es wie die Einheimischen und nimm dir eine Woche für alle vier.
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Das kommt auf dich an. Belle-Île ist die vielseitigste mit dramatischer Küste, guten Restaurants und Stränden. Houat hat den schönsten Strand. Hoëdic ist die wildeste und einsamste. Groix überrascht mit einer Vielfalt, die man nicht erwartet.
Alle vier Inseln eignen sich für einen Tagesausflug. Für Belle-Île brauchst du ein Rad, weil die Insel groß ist. Houat und Hoëdic lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Groix geht mit dem Rad am besten.
Nur auf Belle-Île und Groix kannst du dein Auto mitnehmen. Houat und Hoëdic sind komplett autofrei.