Hoëdic auf einen Blick
- Route: Port Maria (Quiberon) → Houat → Hoëdic
- Dauer: ca. 1h 15 Min. (mit Zwischenstopp Houat)
- Betreiber: BreizhGo Océane, Navix, Vedettes l'Angélus
- Preis Hin/Rück: ca. 46 €
- Fahrrad: ca. 15 € extra (Hin/Rück)
- Auto: Nicht erlaubt – Insel ist autofrei
- Inselgröße: 2,5 km × 1 km
- Küstenpfade: 8 km (ca. 2 Stunden)
- Einwohner: ~100 (ganzjährig)
Hoëdic – das Ende der Welt, auf Bretonisch
Hoëdic liegt hinter Houat, weiter draußen im Atlantik, und fühlt sich an wie das Ende von allem. 2,5 Kilometer lang, 1 Kilometer breit, rund 100 Einwohner im Winter. Keine Autos, keine asphaltierten Straßen, kein Hotel. Wer hierher kommt, will genau das: nichts. Oder besser gesagt: alles, was übrig bleibt, wenn man den Rest weglässt. Wind, Wellen, Fels und Heide.
Die Insel ist wilder und unberührter als ihre Nachbarin Houat. Wo Houat sanfte Sandstrände hat, bietet Hoëdic Granitfelsen, Heidekraut und Buchten, die du über schmale Pfade erreichst. Im Sommer kommen ein paar Dutzend Tagesbesucher, im Frühling und Herbst hast du die Insel quasi für dich.
Die Überfahrt: Über Houat ans Ende der Welt
Die Fähre nach Hoëdic macht einen Zwischenstopp auf Houat. Von Quiberon sind es 40 Minuten bis Houat, dann noch mal 30 bis 35 Minuten weiter bis Hoëdic. Insgesamt also gut 1 Stunde und 15 Minuten auf dem Wasser. Die zweite Etappe zwischen den Inseln führt durch offenen Atlantik – bei Wind und Welle merkt man, dass man sich weit vom Festland entfernt hat.
Die Ankunft in Hoëdic ist das Gegenteil von allem, was man aus anderen Häfen kennt. Ein kleiner Steinkai, ein paar Poller, drei Boote, die im Wasser dümpeln. Kein Terminal, kein Kiosk, kein Hinweisschild. Du steigst von der Fähre und stehst auf Hoëdic. Fertig. Von hier aus führt ein Sandweg hoch zum Dorf.
Auf Hoëdic gibt es keinen Supermarkt und kein Restaurant im klassischen Sinn. Im Sommer öffnet ein kleines Bistro am Hafen, aber darauf solltest du dich nicht verlassen. Nimm Proviant, ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit. Die Insel hat keinen Schatten außerhalb des Dorfs.
Fahrplan 2026
Die Fähren nach Hoëdic sind die seltensten aller bretonischen Inselfähren. Im Sommer mehrere Verbindungen pro Tag, im Winter nur wenige pro Woche. Flexibilität ist hier Pflicht.
Sommerfahrplan (Juli/August)
| Abfahrt Quiberon | Zwischenstopp Houat | Ankunft Hoëdic | Betreiber |
|---|---|---|---|
| 08:30 | 09:10 | 09:45 | BreizhGo Océane |
| 09:30 | 10:10 | 10:45 | Navix |
| 14:00 | 14:40 | 15:15 | BreizhGo Océane |
| 15:30 | 16:10 | 16:45 | Vedettes l'Angélus |
Zwischensaison (April–Juni, September)
| Abfahrt Quiberon | Zwischenstopp Houat | Ankunft Hoëdic | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 09:00 | 09:40 | 10:15 | Täglich |
| 14:00 | 14:40 | 15:15 | Mi, Sa, So |
Winterfahrplan (Oktober–März)
| Abfahrt Quiberon | Ankunft Hoëdic | Hinweis |
|---|---|---|
| 09:00 | 10:15 | Mo, Mi, Fr |
| 17:00 | 18:15 | Nur Fr (Wochenende) |
Im Winter fährt ausschließlich BreizhGo Océane. Fahrten hängen stark vom Wetter ab – bei Sturm fällt regelmäßig alles aus. Vorab prüfen ist absolute Pflicht.
Preise 2026
| Kategorie | Hin/Rück | Hinweis |
|---|---|---|
| Erwachsener | ~46 € | Längere Strecke als Houat |
| Kind (4–17 Jahre) | ~28 € | – |
| Kleinkind (unter 4) | Gratis | – |
| Fahrrad | ~15 € | Hin/Rück |
| Hund | ~12 € | Leinenpflicht |
46 Euro Hin- und Rückfahrt sind für eine so kleine Insel nicht wenig. Aber die Kosten entstehen durch die längere Strecke und die aufwändige Versorgung der Insel per Fähre. Für das Erlebnis, auf einer Insel mit 100 Einwohnern und null Autos zu stehen, ist es den Preis wert.
Was dich auf Hoëdic erwartet
8 Kilometer Küste in 2 Stunden
Der Sentier Côtier führt einmal um die ganze Insel. 8 Kilometer, 2 Stunden gemütlich. Der Weg ist stellenweise nur ein Trampelpfad durch Heide und Ginster, führt über Granitfelsen und an kleinen Buchten vorbei, die keinen Namen haben. An der Südseite peitscht die Brandung gegen die Felsen, an der Nordseite liegen kleine Sandstrände, die bei Ebbe freigegeben werden.
Das Schöne an Hoëdic: Du brauchst keinen Plan. Die Insel ist so klein, dass du dich nicht verlaufen kannst. Einfach der Küste folgen, ab und zu anhalten, aufs Meer schauen, weitergehend. Wenn du den Wind im Rücken hast und die Sonne scheint, gibt es wenige Orte auf der Welt, die sich besser anfühlen.
Das Dorf – minimalistisch, auf die gute Art
Das einzige Dorf liegt in der Mitte der Insel, geschützt von den Winden. Ein Dutzend Steinhäuser, eine kleine Kapelle, ein Brunnen. Im Sommer öffnet ein Bistro am Hafen – mehr Kantine als Restaurant, aber das Bier ist kalt und die Aussicht unbezahlbar. Manchmal verkauft ein Fischer seinen Fang direkt am Kai. Wenn du Glück hast, bekommst du frischen Makrele oder Wolfsbarsch.
Es gibt keinen Geldautomaten auf Hoëdic. Nimm Bargeld mit, falls das Bistro geöffnet hat. Und erwarte kein WLAN – hier endet die digitale Welt.
Megalithen und Geschichte
Auf Hoëdic haben Archäologen mesolithische Gräber gefunden – Menschen lebten hier schon vor über 7.000 Jahren. Die Fundstätten sind heute überwachsen und nicht spektakulär zu sehen, aber der Gedanke ist faszinierend: Diese winzige Insel im Atlantik war einer der ältesten besiedelten Orte der Bretagne. Am Dorfrand steht ein Menhir, der daran erinnert.
Wenn du die Wahl hast zwischen Houat und Hoëdic: Hoëdic ist das wildere, roherer Erlebnis. Houat hat den schöneren Strand, Hoëdic die bessere Stimmung. Wer Einsamkeit sucht und sich von einer Insel ohne jede Infrastruktur nicht abschrecken lässt, ist auf Hoëdic genau richtig. Pack ein Buch ein, setz dich an die Südküste, und hör den Wellen zu. Bon, besser wird der Tag nicht mehr.
Houat und Hoëdic kombinieren
Die Fähre nach Hoëdic macht sowieso Halt auf Houat – warum also nicht beide Inseln an einem Tag besuchen? Das funktioniert, wenn der Fahrplan es hergibt: Morgens nach Houat, ein paar Stunden am Strand und auf dem Küstenweg, dann mit der Nachmittagsfähre weiter nach Hoëdic für den Rest des Tages. Oder umgekehrt. Prüfe vorab die Abfahrtszeiten, damit du nicht auf einer der Inseln festsitzt (was allerdings Schlimmeres gibt).
Praktische Tipps
Proviant: Nimm alles mit, was du brauchst. Baguette, Käse, Obst, Wasser, Sonnencreme. Auf Hoëdic gibt es keine verlässliche Einkaufsmöglichkeit.
Wetter: Hoëdic liegt im offenen Atlantik und bekommt den vollen Wind ab. Selbst im Sommer kann es frisch werden. Eine winddichte Jacke gehört ins Gepäck, auch bei Sonnenschein.
Fahrrad: Du kannst ein Rad mitnehmen (ca. 15 Euro extra), aber die Insel ist so klein, dass du es kaum brauchst. Die Wege sind teilweise sandig – zu Fuß ist bequemer.
Übernachten: Es gibt einzelne Ferienwohnungen auf Hoëdic, die im Sommer vermietet werden. Reserviere Monate im Voraus – das Angebot ist winzig. Camping ist nicht erlaubt. Wer ohne Buchung kommt, muss mit der letzten Fähre zurück.
Mobilfunk: Die Netzabdeckung auf Hoëdic ist lückenhaft. Sag Bescheid, wohin du fährst, bevor du losfährst. Auf der Insel selbst ist Entschleunigung keine Option, sondern Tatsache.
Fähre nach Hoëdic suchen
Vergleiche Preise und Abfahrtszeiten für die Überfahrt von Quiberon nach Hoëdic.
Preise checken bei Direct Ferries*Häufige Fragen
Ja, Hoëdic ist komplett autofrei. Die Insel ist nur 2,5 Kilometer lang – hier gibt es weder Autos noch asphaltierte Straßen. Alles wird zu Fuß oder per Schubkarre transportiert.
Die Hin- und Rückfahrt kostet für Erwachsene circa 46 Euro. Hoëdic ist teurer als Houat, weil die Strecke länger ist. Kinder zahlen weniger, Fahrräder kosten etwa 15 Euro extra.
Die Fähre ab Quiberon nach Hoëdic macht einen Zwischenstopp auf Houat. Die Gesamtfahrzeit beträgt etwa 1 Stunde und 15 Minuten. Im Sommer fahren mehrere Verbindungen täglich, im Winter nur wenige pro Woche.
Hoëdic ist nur 2,5 Kilometer lang und etwa 1 Kilometer breit. Der Küstenwanderweg ist 8 Kilometer lang und lässt sich in rund 2 Stunden gemütlich umrunden. Die Insel hat etwa 100 ganzjährige Einwohner.
Ja, die Fähre nach Hoëdic macht sowieso Halt auf Houat. Morgens nach Houat, ein paar Stunden am Strand und auf dem Küstenweg, dann mit der Nachmittagsfähre weiter nach Hoëdic. Prüfe vorab die Abfahrtszeiten, damit du nicht auf einer der Inseln festsitzt.
Auf Hoëdic gibt es keinen Supermarkt und kein Restaurant im klassischen Sinn. Im Sommer öffnet ein kleines Bistro am Hafen, aber darauf solltest du dich nicht verlassen. Nimm Proviant, ausreichend Wasser und Sonnenschutz mit.